Über Kabini

Geschichte

Nagarhole wurde von den Lingayat-Königen von Kodagu und deren Vasallen regiert, bis die britische Kolonialmacht kurz nach der Niederlage von Tipu Sultan von Mysore in den 1850er Jahren die politische Vormachtstellung übernahm. Die Überreste baufälliger Bewässerungsanlagen legen den Schluss nahe, dass in der waldigen Landschaft auch Ackerbau betrieben wurde. Die Lingayat-Könige hatten zwar nominal die Kontrolle über das Land, aber der Wald war damals Allgemeingut und Brandrodung sowie das Sammeln von Waldprodukten bei den einheimischen Stämmen in den Wäldern weit verbreitet.

Die Kolonialherren gründeten 1860 das Forstministerium (Forest Department), das befugt war, die Brandrodung einzudämmen und die Landwirtschaft im Wald zu kontrollieren, weitere landwirtschaftliche Eingriffe in die Natur zu verhindern, das Nutzholz gemäß nachhaltiger Richtlinien zu fällen und Teakholzplantagen anzulegen. Seit den 1890er Jahren wurde der Wald allmählich von anderen Nutzungen abgegrenzt und als Naturwaldreservat zum Regierungseigentum erklärt.

Nach der Unabhängigkeitserklärung Indiens legte die indische Regierung großen Wert auf die Lebensmittelproduktion und Nutzholzgewinnung, was zu einer Umsiedlung der Stämme, aber auch von Bevölkerungsgruppen, die keinen Stämmen angehörten, in sumpfige oder moorige Lichtungen führte. Dort sollten sie als billige Arbeitskräfte für Arbeiten im Wald und beim Reisanbau dienen. 1955 wurde ein 285 Quadratkilometer großes Gebiet zum Nagarhole Wildreservat erklärt. Dieses wurde 1974 noch durch einige Waldschutzgebiete im Mysore-Distrikt erweitert und ist heute 644 Quadratkilometer groß. Nagarhole hat seit 1974 auch den Status eines Nationalparks.

 

 

Khedda Elephant

Kakankote Khedda – wilde Elefanten fangen

Der Kakankote-Wald in Mysore ist ein beliebter Schauplatz für die Khedda – eine Methode, mit der wilde Elefanten gefangen werden, indem man mithilfe von ausgebildeten Mahouts auf zahmen Elefanten eine ganze Herde wilder Elefanten in eine Einfriedung treibt.