Wunderbares Coorg

Die Menschen der Region

Die robusten und reizenden Menschen, die hier leben, nennt man Kodavas. Sie sind vor allem durch ihre bedeutende Kriegsgeschichte bekannt. Die erste Erwähnung der Kodavas findet man in der tamilischen Sangam-Literatur aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Wo das Volk der Kodava herkam, ist nicht bekannt, aber es gibt eine Reihe von interessanten Theorien, die zum romantischen Flair und zum Geheimnis um diese Region mit beitragen.

Die Kodavas (oder Coorger) bilden hier zwar die Mehrheit, aber es gibt noch viele andere Gruppen, die ihren Beitrag zu diesem Schmelztiegel der Völker geleistet haben. Die zweitgrößte Gruppe in Coorg sind die Gowdas. Zu Zeiten der Kodava-Könige waren sie eine wichtige Unterstützung in der Landwirtschaft und zu Kriegszeiten fungierten sie als heimliche Kundschafter. Sie lebten in der Nähe der Grenze, damit sie den Feind frühzeitig erspähen und rechtzeitig warnen konnten. Heutzutage bevorzugen sie immer noch das Grenzgebiet, wo sie als erfolgreiche Bauern leben.

Die klein gewachsenen Yeravas und Kurubas arbeiteten auf den Feldern und später in den Kaffeeplantagen. Einige dieser Stammesvölker sind heute beim Forstministerium angestellt, da ihre hervorragenden Kenntnisse des Waldes und der Tiere, die in ihm leben, eine wertvolle Hilfe bei der Bekämpfung von Wilderern und dem unerlaubten Schmuggel von Produkten aus dem Wald sind.

Die einheimische Bevölkerung waren traditionell keine Geschäftsleute, was die Zuwanderung von Händlern von außerhalb begünstigte. Die Industriellenfamilie Moplahs aus dem benachbarten Kerala und einige Familien aus dem traditionellen Unternehmertum anderer Gegenden Südindiens zogen hierher und bildeten fortan das Rückrat von Handel und Kommerz.

Die Konkanis sowie viele Menschen, die nach der Niederlage von Tipu Sultan aus dessen Gefangenschaft befreit worden waren, waren die ersten Christen, die von der Küste Mangalores nach Coorg übersiedelten. Sie kamen auf Einladung des Königs, um das Königreich nach dem verheerenden Krieg wiederaufzubauen. In jüngerer Zeit haben sich hier auch Christen aus Kerala als Plantagenbesitzer und Händler angesiedelt.

Viele andere Gemeinschaften und Kulturen trugen zum faszinierenden Mosaik, das die Menschen von Coorg ausmacht, bei, darunter die Lingayats, Tulus, Male Kudiyas, Medas, Siddis aus Afrika (die heute Kapalas genannt werden) und die Poleyas.

 

 

Coorg Kodavas

Kodavas – Die Krieger!

Während der Eroberung von Alexander dem Großen, so die Legende, wanderten viele seiner griechischen Soldaten in den Süden Indiens, heirateten Einheimische und ließen sich in den Hügeln der Westghats nieder. Die traditionelle Kupya-Tracht, knielange, kurzärmelige Mäntel für Männer, ähneln der griechischen Toga und die helle Haut sowie die dinarischen Gesichtszüge der Menschen hier sollen ebenfalls dem griechischen Urbild sehr nahekommen.